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Tereré und Yerba-Mate: Das Ritual

Paraguay Sie Nuggeln mit Leidenschaft am Röhrchen, und das den ganzen Tag. Ein Ritual, das sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht.
Das Tereré-Trinken ist in Paraguay ein besonderes Ritual.
Man saugt an der bombilla, einem Metallröhrchen, das am unteren Ende mit einem Sieb versehen ist und in einem kleinen Gefäß steckt, das mit Tereré (mit kaltem Wasser im Sommer und oft mit Wurzeln oder Kräutern verfeinert) oder Yerba-Mate (mit heißem Wasser an kühleren Tagen) gefüllt ist.
Dieser Becher macht mit dem Saugröhrchen die Runde. Die meisten Europäer, die das zum ersten Mal sehen, schütteln oft den Kopf. Da saugen 4 oder 5 Leute am gleichen Röhrchen ohne es vorher abzuwischen.
Übrigens ist das Rauchen beim Tereré-Trinken ebenso verpönt wie das Abwischen des Röhrchens.
Wenn man Ihnen einen Becher reicht und Ihnen der Gedanke zuwider ist, an diesem Röhrchen zu saugen, dann lehnen Sie höflich ab.

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Wenn Sie dieses Ritual jedoch mitmachen dann denken Sie daran, dass der Becher immer vollkommen leer getrunken wird, bevor Sie ihn zum wiederauffüllen zurückgeben wobei immer einer der anwesenden das ständige Nachfüllen mit Wasser übernimmt und den Becher weiterreicht.
Dieses Gefäß besteht meistens aus Kuhhorn oder Holz und wird ca. zu dreiviertel mit Tereré oder Mate gefüllt.

Da kommt Yerba-Mate-Tee her.
Eine der wichtigsten Pflanzen und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, ist der überall in Paraguay vorkommende Ilex-Baum, aus dessen dunkelgrünen Blättern und Stängeln das stimulierende, leicht bitter schmeckende Nationalgetränk der Paraguayer, der Yerba-Mate-Tee (auch Jesuiten-Tee und wurde zeitweise auch "Grünes Gold" genannt) gewonnen wird.
Der Baum stammt aus den heute leider nicht mehr vorhandenen Urwäldern Paraguays. Die kultivierte Pflanze wird inzwischen in zahlreichen Gebieten des mittleren Südamerika angebaut. Die Höhe des Baumes, der oft buschartig wirkt, kann bis zu 18 Meter betragen. Die Blätter haben eine Länge von 4 bis 15 cm.



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Die Geschichte
Bereits im Jahre 1592 wurde Yerba-Mate zum ersten Mal in den Berichten der Europäer schriftlich erwähnt. Die spanischen Eroberer konnten die heiß begehrten Yerbaanpflanzungen nicht in Besitz nehmen, da die paraguayischen Guaranie-Indianer ihre Pflanzungen verteitigten, um sie für sich zu behalten.
Im Jahre 1864 ließ Präsident F. S. López 60 Ledersäcke Mate (3000 Kg.) dem König Wilhelm von Preußen, dem späteren deutschen Kaiser und großer Bewunderer paraguayischen Soldatentums, als Geschenk überreichen.
Man wollte den Rekruten zur weiteren Erhöhung ihrer Leistungsfähigkeit während ihrer Dienstzeit nur noch Mate-Tee verabreichen.

Das sagt die Wissenschaft über den Yerba-Mate-Tee
Ein Gruppenexperiment (Dekret vom 09.12.1864), durchgeführt von einer eingesetzten Ärztekommission und auf Grund chemischer Untersuchungen unter Professor Dr. Grimm, erbrachte den Nachweis, dass der Paraguay-Tee durch den Gehalt an Koffein und anderen Ingredienzien die Leistungskraft wesentlich stärker erhöht, als Kaffee oder schwarzer Tee, ohne gesundheitliche Nachteile zu haben.
Laut wissenschaftlichen Untersuchungen ist er einer der gesündesten Tees überhaupt um:
< die Abwehrkräfte zu stärken
< die Verdauung zu verbessern
< das Blut zu reinigen
< das Nervensystem zu kräftigen
< das Altwerden zu verlangsamen
< gegen Müdigkeit zu wirken
< den Geist anzuregen
< den Appetit zu zügeln
< Stress abzubauen.
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Mate enthält alle lebenswichtigen Vitamine plus zahlreiche Mineralien. Vitamine A, C, E, B-1, B-2; Karotin, Riboflavin, Nikotinsäure, Pantothensäure, Magnesium, Calcium, Eisen, Sodium, Kalium. Zusätzlich enthält Mate neben Koffein auch Xanthin. Obwohl nur kleine Anteile dieser Substanz im Mate vorkommen, haben sie größte Aufmerksamkeit erlangt.

Die Forschungsgruppe des unabhängigen Hygieneinstituts Hamburgs hat festgestellt, dass Mate aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung des Xanthin, beim Mate genannt Matein, so anregend wirkt. Es ist also nicht das Koffein, das die anregende Wirkung beim Mate auslöst.
Matein und Koffein sorgen für eine leichte Entspannung der Muskeln. Beim Koffein wird die entspannende Wirkung durch andere Nebenwirkungen verringert. Dagegen ist beim Mate durch die besondere Zusammensetzung des Matein die entspannende Wirkung stärker gegeben. Ebenfalls macht Matein den Mate auch zu einem Heilmittel bei Problemen mit den Bronchien und Asthma.
Im Matein scheint das Xanthin eine der besten Zusammensetzungen zu haben. Zum Beispiel, stimuliert es das zentrale Nervensystem wie andere Xanthine (in Kaffee oder Tee), aber macht dabei (im Gegensatz zu anderen) nicht abhängig. Ebenfalls unterstützt es, anders als beim Koffein, den ruhigen Schlaf. Wie viele andere Xanthine wirkt es auch leicht harntreibend. Es senkt den Blutdruck durch Entspannung des Blutgefäßumfelds, ohne starke Einwirkung auf das Medulla oblongata (verlängertes Rückenmark). Ebenfalls hat man festgestellt, dass psychomotorische Fähigkeiten verbessert werden, ohne die typischen Xanthin induzierten depressiven Nachwirkungen.

Der Direktor des Nationalen Instituts für Technologie in Paraguay, Dr. Jose Martin schreibt: "Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Matein bei seiner ähnlichen Zusammensetzung wie Koffein ein unterschiedliche Molekülverbindung aufweist. Mate hat keine von den schlechten Auswirkungen, die das Koffein kennzeichnet". Und Horacio Conesa, Professor an der medizinischen Universität von Buenos Aires meint: "Es gibt keine einzige medizinisches Kontraindikation" beim Mate. Klinische Studien haben gezeigt, dass sogar Personen, die aus gesundheitlichen Gründen kein Koffein zu sich nehmen dürfen, Mate ohne Probleme trinken können.

Magen und Darmtrakt
Der Teil des Körpers, der vielleicht am besten vom Mate profitieren kann, ist die Magen- und Darmgegend. Berichtete Auswirkungen reichen von unverzüglicher Verbesserung der Verdauung bis zur Fähigkeit kranke Magen- und Darmgewebe zu heilen. Bei akuter oder chronischer Verstopfung kann mit Mate schnell geholfen werden.

Nervensystem
Besser als jedes Xanthin-Alkaloid hat Mate die Fähigkeit die mentale Wachsamkeit zu erhöhen ohne jegliche Nebeneffekte wie Nervosität. Das Wissen der Mate-Auswirkungen beschränkt sich derzeit auf Beobachtungen von Verhaltensänderungen wie mehr Energie und Vitalität, bessere Fähigkeiten sich zu konzentrieren, weniger Nervosität. Nach dem Mategenuss ist eine Verbesserung der Stimmung, insbesondere in Fällen von Depression, zu bemerken, was wohl an der frischen Energie liegt, die der Mate dem Körper zuführt.
Eine außergewöhnliche Fähigkeit des Mate ist, dass es keine Auswirkungen auf die Schlafzyklen hat. Vielmehr neigt er eher dazu diese Zyklen zu unterstützen.

Herz und Gefäße
Mate enthält viele Inhaltstoffe, die notwendig sind zum Wachstum und zur Regulation des Herz-Kreislauf-Systems. Zusätzlich erhöht er das Sauerstoffangebot für das Herz, besonders in Zeiten von Stress und körperlichen Anstrengungen. Deshalb ist Mate bei Sportlern und allen, die an Gesundheit interessiert sind, sehr beliebt.

Immunsystem
Die Inhaltstoffe des Mate stärken auch das Immunsystem und die natürlichen Abwehrkräfte.

Die Zubereitung und wie man Yerba-Mate-Tee trinkt.
Das Trinken des Mate erfolgt heute noch auf die gleiche Art und Weise, wie in jenen Tagen der Eroberung des südamerikanischen Halbkontinents.
Der Mate-Trinker benötigt ein kleines Trinkgefäß, das noch gut in der Hand gehalten werden kann. Dazu braucht man ein Saugrohr, hier in Paraguay als Bombilla bekannt, und heißes Wasser. Das Trinkgefäß wird etwas 2/3 mit Yerba-Mate gefüllt und mit heißem Wasser übergossen (nicht umrühren).
Das so erstellte Mate-Getränk wird mittels Saugröhrchen getrunken.
In Paraguay wird in der heißen Zeit überwiegend Tererè getrunken. Dies ist ein kaltes Getränk aus der gleichen Yerba-Mate. Man kennt auch Mate-Cocido. Dies ist ein aufgekochter Yerba-Mate (sogar schon im Teebeutel erhältlich). Neuerdings gibt es auch Mate Instand. Die Möglichkeiten, Yerba-Mate zu genießen, sind also vielfältig. Viele Menschen trinken Mate pur, andere fügen Zucker oder Süßstoff hinzu, und viele trinken Tererè mit Heilpflanzen, die dem kalten Wasser zugeführt werden. Wirksame Heilkräuter, also pure Medizin, kann man überall bei Strassenhändler kaufen.

 

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Ein anderes Spanisch, als man es in Spanien spricht

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Tereré - Das Ritual

Man sieht es überall

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